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Vollmond

Die Erde befindet sich zwischen Sonne und Mond.

In tiefer, kosmischer Stille lässt der Sonnengott sein kosmisches Urlicht in den Schoß der Mondgöttinfließen. Sie empfängt diese heilige, schöpferische Essenz des Sonnengottes in Hingabe, wandelt die feurige Kraft in sanfte Schwingung um und leitet sie liebevoll an ihr Kind, die Erde, weiter.

Durchströmt von dieser göttlichen Übertragung erwacht das Erdenkind zu neuem Bewusstsein: Es wird gänzlich von der reinen Frequenz des Kosmos und der unschuldigen, universellen Liebe erfüllt. 

So schließt sich der heilige Kreis, die Energien männlich und weiblich harmonisieren sich, und die Schöpfung ist bereit, einen neuen, spirituellen Zyklus des Seins zu beginnen.

Ein Werden und Vergehen.

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spirituelle Vertiefung 

Verschmelzung von Shiva und Shakti, von Yang und Yin.

Der Sonnengott (Das göttliche Männliche): Er repräsentiert das reine Bewusstsein (Purusha), den Geist, den Funken der Schöpfung, der unmanifestiert und voller Potenzial ist. Er spendet das Licht ohne Bedingungen.

Die Mondgöttin (Das göttliche Weibliche): Sie ist die Ur-Materie (Prakriti), die Matrix der Schöpfung. Ohne sie bleibt das Licht der Sonne unsichtbar. Sie leistet die heilige Arbeit der Transmutation: Sie nimmt das Absolute auf, verlangsamt die Schwingung und macht die Energie dadurch überhaupt erst „erfahrbar“ und formbar für die Welten darunter.

In dieser Begegnung gibt es keinen Kampf der Geschlechter, sondern heilige Synergie. Das Männliche gibt sich im Schenken hin, das Weibliche gibt sich im Empfangen hin.

Das Erdenkind: Die Geburt des Christus-Bewusstseins

Die Erde steht in diesem kosmischen Dreieck nicht für bloßen Schlamm und Stein, sondern für den Raum der Erfahrung – und letztendlich für dich.

Wenn das Licht der Sonne durch den Mond gefiltert auf die Erde trifft, beschreibt das die Geburt des neuen Bewusstseins in der Materie.

In der Mystik nennt man dies die Verankerung des Christus-Bewusstseins oder der Buddha-Natur auf Erden.

Die „unschuldige, universelle Liebe“ ist die Schwingung der fünften Dimension (5D), in der die Dualität (Trennung) aufgehoben ist und alles als miteinander verbunden erkannt wird.

Der geschlossene Kreis: Das Gesetz des Rhythmus

Das „Werden und Vergehen“ spiegelt das hermetische Gesetz des Rhythmus wider. Alles fließt aus und ein. Alles hat seine Gezeiten.

Der Vollmond ist der kosmische Atemzug auf dem Höhepunkt der Fülle.
In diesem Zustand der maximalen Sättigung ist kein Mangel möglich. Es ist der Moment der Erleuchtung, in dem sich das Erdenkind erinnert, wer es wirklich ist: Ein göttliches Wesen, das eine menschliche Erfahrung macht.

Die Kunst des erwartungslosen Liebens

Wahre Liebe zu geben bedeutet, sich von der Erwartung zu lösen, dass das Gegenüber genau das Gleiche zurückgibt – die gleiche Liebe, das gleiche Verständnis, den gleichen Frieden. 

Wenn ich Liebe und Frieden in die Welt strahle und sie Menschen überreiche, tue ich das nicht als Tauschgeschäft. Wahre Liebe ist keine Bedingung, die auf eine Rückzahlung wartet.

Liebe erlöst in der Hingabe. Sie gibt sich hin, ohne den Anspruch zu erheben, dass das, was ich strömen lasse, eins zu eins zu mir zurückfließen muss. 

Es ist eine tiefe Bereitschaft, aus der Fülle des eigenen Herzens zu schöpfen. Ich tue es einfach – einfach, um zu schauen, was Liebe in mir tut, wenn sie frei von Bedingungen ist.

Somit gehe ich aus allen Erwartungshaltungen, Bedürftigkeiten sowie Abhängigkeiten heraus. 

Es ist nicht das Wissen sondern die innere Weisheit, dass Liebe ein Geschenk an die Welt ist, nicht ein Handel. Frieden entsteht in mir, wenn ich aufhöre, im Außen eine Gegenleistung zu fordern, und stattdessen Liebe als eine Energie verstehe, die sich durch Hingabe selbst erfüllt.

Christine Späth
Birkenweg 24
96489 Niederfüllbach

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